Window Color Halloween: Vorlagen und Anleitung
Window Color zu Halloween: passende Vorlagen, Anleitung in sechs Schritten und die drei Fehler, an denen es meistens scheitert.
- DIN A4210 × 297 mm
- Hochformat5 mm Rand
- 100 %Druckgröße
- Grafikdruckfertig
Window Color ist die haltbarste Art, ein Fensterbild zu machen: Man malt die Farbe auf eine Folie, lässt sie trocknen, zieht sie ab und klebt sie ohne Kleber ans Glas. Danach hält sie jahrelang und lässt sich immer wieder abziehen. Der Haken ist die Geduld. Zwischen Malen und Aufhängen liegt mindestens ein Tag Trockenzeit.
Window Color hatte in den Neunzigern eine ziemliche Welle und ist dann wieder leiser geworden. Zu Unrecht: Es ist die einzige Technik, bei der ein Fensterbild eine Saison übersteht, ohne dass Papier wellig wird oder Klebestreifen Ränder hinterlassen. Man muss nur wissen, worauf man sich einlässt. Und das steht selten dabei.
Was ist Window Color eigentlich?
Eine Farbe auf Wasserbasis, die beim Trocknen zu einer weichen, gummiartigen Folie wird. Man malt sie nicht direkt aufs Fenster, sondern auf eine glatte Trägerfolie über der Vorlage. Nach dem Trocknen zieht man das fertige Bild ab und drückt es ans Glas. Es haftet von selbst, ganz ohne Kleber. Wieder abziehen, in eine Klarsichthülle legen, nächstes Jahr erneut aufhängen.
Welche Vorlagen funktionieren für Window Color?
Nicht jede. Das ist der Punkt, an dem es bei den meisten schiefgeht. Window Color braucht vollständig geschlossene Konturen. Wo eine Linie eine Lücke hat, läuft die flüssige Farbe heraus und verbindet zwei Felder, die getrennt bleiben sollten. Feine Schraffuren und offene Strichenden sind für Buntstift wunderbar und für Window Color unbrauchbar.
Deshalb ist die Auswahl bewusst klein gehalten. Von den Halloween-Motiven eignen sich Kürbis mit Hexenhut, der lustige Geist und die Fledermaus mit Mond. Alle drei haben kräftige, durchgehende Umrisse. Die Spinne im Spinnennetz dagegen eher nicht: Das Netz besteht aus feinen Einzellinien, die man mit Konturenfarbe kaum sauber nachziehen kann.
Wie gehst du Schritt für Schritt vor?
- Vorlage ausdrucken bei 100 Prozent Skalierung, und in eine Klarsichthülle schieben oder eine glatte Folie darüberlegen
- Konturen nachziehen mit schwarzer Konturenfarbe. Ruhig und gleichmäßig, und darauf achten, dass jede Linie geschlossen ist
- Konturen antrocknen lassen: etwa eine Stunde, sonst verlaufen die Farben ineinander
- Flächen füllen, großzügig. Window Color schrumpft beim Trocknen deutlich; wer sparsam aufträgt, bekommt Löcher
- Mindestens 24 Stunden trocknen lassen, liegend und staubfrei. Bei dicken Stellen eher länger
- Vorsichtig abziehen und ans saubere, fettfreie Fenster drücken
Was geht dabei am häufigsten schief?
Zu früh abziehen. Das Bild sieht nach ein paar Stunden trocken aus, ist es an den dicken Stellen aber nicht. Und dann reißt es genau dort, wo man die meiste Arbeit reingesteckt hat. Der zweite Klassiker ist zu dünn aufgetragene Farbe: Sie zieht sich beim Trocknen zusammen und hinterlässt Löcher in der Fläche. Lieber einmal zu satt als zweimal machen.
Und der dritte: Window Color trocknet nicht auf saugendem Untergrund. Direkt auf Papier gemalt bleibt es für immer daran kleben. Es braucht die glatte Folie.
Für welches Alter eignet sich Window Color?
Das Konturenziehen ist Feinarbeit und braucht eine ruhige Hand. Realistisch ab acht bis zehn Jahren, oder ein Erwachsener macht die Konturen und die Kinder füllen die Flächen. Das Ausfüllen selbst ist dagegen erstaunlich dankbar, weil die Farbe von allein in die Ecken läuft. Genau diese Arbeitsteilung funktioniert erfahrungsgemäß am besten.
Was kostet der Einstieg?
Ein Starterset mit sechs bis acht Farben plus Konturenfarbe liegt üblicherweise im Bereich von zehn bis zwanzig Euro und reicht für etliche Bilder. Dazu braucht man Klarsichthüllen oder eine glatte Folie. Das war es. Verglichen mit Buntstiften ist das ein echter Anschaffungsposten. Verglichen damit, dass die Bilder mehrere Jahre halten, relativiert sich das ziemlich schnell.